Aus dem "emmenmail" Juli 2016 (Red. Sabine Moser)

Musikmatura

Wer an der Kantonsschule Musik als Schwerpunkt- oder Wahlpflichtfach belegen möchte, für den sind Instrumental- oder Gesangsstunden obligatorisch. Die Musikschule Emmen betreut viele Kantonsschülerinnen und -schüler auf dem Weg zur Musikmatura. Drei davon werden hier vorgestellt:

Elena Köpfli (Cello) besucht die 5. Klasse an der Kantonsschule Reussbühl. Fasziniert von den tiefen Tönen und dem Klang des Cellos begann sie vor neun Jahren mit dem Instrumentalunterricht. Seither musiziert sie regelmässig im Jugendorchester der Musikschule Emmen, im Orchester der Kantonsschule Reussbühl, im Orchester Emmen und als Mitglied in einem Trio. Beim Übertritt an die Kantonsschule wollte sie weiterhin bei ihrem Instrumentallehrer an der Musikschule Emmen Cellostunden nehmen und auch im Jugendorchester der Musikschule mitwirken, weshalb sie sich beim Instrumentalunterricht  gegen einen Wechsel an die Kantonsschule entschied.

Elena Köpflis grosses Interesse an der Musik führte zur Wahl der Musikmatura. Besonders reizt sie, dass man durch die Musiktheorie noch einen anderen Teil der Musik kennenlernen kann und sich so einen neuen Zugang zur Musik verschafft, der das instrumentale Spiel ergänzt. Das erlernte theoretische Wissen kann zudem auch auf dem Instrument angewendet werden. Als Vorbereitung fürs Maturavorspiel übt Elena Köpfli etwas detaillierter an ihren Vortragsstücken und achtet vermehrt auf den musikalischen Ausdruck, dabei wird sie von ihrem Cellolehrer Felix Schüeli unterstützt. Sie könnte sich gut vorstellen, nach der Matura ein Musikstudium zu beginnen und wird sicherlich auch in Zukunft in verschiedenen Formationen mitspielen.

Nora Röthlin (Gesang) hat schon immer gern gesungen und so entschied sie sich vor 10 Jahren Gesangsunterricht zu nehmen. Bei ihrer Gesangslehrerin Michaela Hauke an der Musikschule Emmen gefiel es ihr dann so gut, dass sie auch als Kantonsschülerin weiterhin bei ihr bleiben wollte. Ausserdem, sagt sie mit einem Zwinkern, sei es an der Musikschule besser, weil man sonst an der Kantonsschule Lunchtimekonzerte geben müsse. Für die Musikmatura entschied sie sich, weil ihr einerseits das Fach Musik besser liegt als Bildnerisches Gestalten und sie andererseits durch den langjährigen Gesangsunterricht bereits im Voraus über eine gute Grundlage verfügte. Aufs Maturavorsingen bereitet sie sich mit mehreren Auftritten vor, wo sie ihre Prüfungsstücke vor Publikum vortragen wird. Nora Röthlin wird mit dem Abschluss der Musikmatura ihre musikalische Ausbildung beenden. Sie versichert aber, dass sie immer an die schöne Zeit an der Musikschule zurückdenken werde.

Michael Soosaipillai (Bratsche) begann seine musikalische Ausbildung vor knapp 10 Jahren zunächst auf der Geige und am Klavier. Die Wahl der Instrumente war beeinflusst von seinem Bruder, der ebenfalls diese Instrumente spielte und dem er früher alles nachmachen wollte. Beim Übertritt an die Kantonsschule wechselte er von der Geige auf die Bratsche, blieb aber im Unterricht bei seiner Geigen- und Bratschenlehrerin Monika Furrer an der Musikschule Emmen. Den Klavierunterricht beendete er vorläufig, inzwischen nimmt er wieder Klavierstunden an der Kantonsschule Reussbühl. Michael Soosaipillai musiziert im Jugendorchester der Musikschule Emmen und seit kurzem auch im Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester (ZJSO).

Da Musik immer schon eines seiner Lieblingsfächer war und Bildnerisches Gestalten für ihn keine Option darstellte, entschied er sich vor zwei Jahren für die Musikmatura. Als Vorbereitung fürs Maturavorspiel spielt er seine Prüfungsstücke während der Bratschenstunde und probt sie zudem mit den Personen, die ihn am Vorspiel begleiten. Für seine musikalische Zukunft kann sich Michael Soosaipillai gut vorstellen, weiterhin in den Orchestern mitzuspielen, die er auch heute schon besucht, ein Musikstudium schwebt ihm aber nicht vor.