Aus dem "emmenmail" Dezember 2017 (Red. Sabine Moser)

Rhythm & Wind – ein Ensemble für Blasinstrumente und mehr

Seit Beginn des laufenden Schuljahres gibt es an der Musikschule Emmen ein neues Ensemble mit dem Namen „Rhythm&Wind“. Geleitet wird es von Martin Käch, welcher vor 10 Jahren selbst noch Schüler an der Musikschule Emmen war und deshalb weiss, wie wichtig das gemeinsame Musizieren in einem Ensemble für den Musikunterricht ist.

Aktuell besteht das Ensemble aus zwei Klarinetten, vier Trompeten, einem Saxophon, zwei Posaunen einer Gitarre und einem Kontrabass. Das Repertoire setzt sich aus Arrangements von Rock und Pop sowie Filmmusik zusammen. Am Wochenende vom 10./11. November 2017 trat die Formation, unterstützt durch einen Schlagzeuger, als Vorband der Musikgesellschaft Emmen an deren Jahreskonzerten im neu gestalteten Gersag Saal auf. Damit wurde eine langjährige Tradition wieder ins Leben gerufen und eine gute Zusammenarbeit von Musikschule und Musikgesellschaft Emmen wieder neu aufgegleist. Martin Käch

Probe Rhythm & Wind: Dienstag 18 bis 19 Uhr, Schaubhus

 

Interview mit Martin Käch, Leiter und Gründer von „Rhythm&Wind“:

Was hat dich dazu bewogen „Rhythm&Wind“ zu gründen?

Zunächst muss ich berichtigen, dass ich das Ensemble nicht im eigentlichen Sinne gegründet habe, sondern die Idee vom Musikschulleiter Markus Kühnis kam und ich mich mit Begeisterung dazu bereit erklärt habe, das Ensemble zu leiten. Aus meiner eigenen Zeit als Musikschüler in Emmen habe ich die besten Erinnerungen an gleich drei verschiedene Ensembles, in denen ich teilgenommen habe und für mich steht ausser Frage, dass das Musizieren in der Gruppe eine unerlässliche Ergänzung zum Einzelunterricht ist.

Was sind deine Ziele?

In erster Linie möchte ich den Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihr musikalisches Können in die Formation einzubringen und mit ihnen gemeinsam während dem Schuljahr einige tolle Konzerte erleben. Dann hoffe ich sehr, dass das Ensemble in den ersten Jahren schön wächst, sowohl was die Zahl der Mitglieder als auch das musikalische Niveau angeht.

Wie bist du vorgegangen, um genügend Musikschüler und Musikschülerinnen für das Mitwirken im Ensemble zu begeistern?

Hier kam mir zugute, dass ich diesen Frühling zum zweiten Mal als Leiter im Musikschullager dabei war, wo ich mündliche Propaganda machen konnte. Etwas später verschickte die Musikschule dann Flyer und Anmeldetalons an alle potentiellen Kandidaten unter den Musikschülerinnen und Musikschülern. Erfreulicherweise meldeten sich im Laufe der Startphase noch zwei Schüler an.

Wie erlebst du die Probenarbeit?

Die Proben sind ab und zu etwas chaotisch, weil sich nicht alle gewohnt sind, miteinander zu proben und zwischendurch mal still zu sein, wenn man gerade nicht spielen muss. Das ging mir als Kind nicht anders. Allerdings spüre ich ausnahmslos von allen einen positiven Willen und so sind die 60 Minuten immer sehr schnell vorbei und ich gehe zufrieden aus der Probe.

Wo siehst du das Ensemble in 5 Jahren?

Natürlich hängt sehr vieles vom ersten Jahr ab, aber ich denke dass es realistisch ist, wenn sich die Grösse des Ensembles bis in fünf Jahren von 11 auf etwas über 20 verdoppelt und wir möglicherweise bereits wieder von einer Jungendmusik sprechen können. Auf jeden Fall werden wir aber unseren festen Platz im Kulturleben Emmens gefunden haben.

(Interview: Sabine Moser)